3. Dezember 201615:06

Zwanzig Zeilen Liebe - Rowan Coleman

Titel: Zwanzig Zeilen Liebe
Autor/in: Rowan Coleman
Seitenanzahl: 416
Verlag: Piper


Sorg dafür, dass dein Vater sich wieder verliebt. Iss jeden Tag Gemüse. Trau keinem Mann mit übermäßigen Bartwuchs. Tanz auf meiner Beerdigung zu Dean Martin.
Nacht für Nacht bringt Stella diese und andere Zeilen zu Papier. Doch es sind nicht ihre eigenen Gedanken und Wünsche. Die Hospizschwester schreibt Abschiedsbriefe im Auftrag ihrer schwer kranken Patienten und überreicht deren Nachrichten, nachdem sie verstorben sind. Bis sie einen Brief verfasst, bei dem sie keine Zeit verlieren darf. Denn manchmal lohnt es sich zu kämpfen: um die Menschen, die wir lieben. Und um Momente, die das Leben so unglaublich lebenswert machen.
Als ich den Klappentext gelesen habe dachte ich mir, dass ich sicher emotional werde bei dieser Geschichte, da ich selbst einen Menschen verloren habe, aber ich hatte sehr große Schwierigkeiten in diese Geschichte einzutauchen.
Der Schreibstil der Autorin gefiel mir gut, er war von Anfang an flüßig und gut aber es war schwer die ganzen Personen zuzuordnen.
Erzählt werden verschiedene Geschichten aus dem Leben dreier Personen abwechselnd aus den Perspektiven von Stella, Hugh und Hope. Zwischen den Geschichten dieser drei Protagonisten gibt es verschiedene Abschiedsbriefe von Personen die in der Geschichte nicht vorkommen, was mich anfangs sehr verwirrt hat. da es für mich persönlich keinen Zusammenhang ergab.
Für die Protagonisten konnte ich keine Sympathie bekommen, weil sie ziemlich oberflächlich manchmal vorkommen.
Die Grundidee der Geschichte ist an sich gut, sie ist berrührend, emotional, abwechslungsreich aber auch interessant. 

Eine Geschichte für zwischendurch mit einem angenehmen Schreibstil und einzigartigen Personen. Auch an kitschiger Romantik fehlt es nicht, jedoch hätte ich mir mehr Tiefe gewünscht.

Vielen Dank an den Piper-Verlag für das Rezensionsexemplar!



"Du und ich und alles Leben entspringt dem Tod eines Sterns vor Hunderten
Millionen von Jahren. Eines Sterns, der lange gelebt hatte und dann,
kurz vor seinem Tod, am hellsten und grellsten schien - eine brennende Supernova.
Als er starb, hörte er nicht auf zu existiern. Alles, woraus er 
bestanden hatte, wurde zu einem neuen Teil des Universums zusammengefügt,
und alles, was Teil des Universums ist, wird wieder ein Teil von uns.
Also vermisse mich nicht, weil ich nämlich gar nicht sterbe, ich verändere
nur die Form - ich bin der Wind in den Baumkronen,
die Welle im Meer,
die Kieselsteine unter deinen Füßen,
der Staub auf deinen Bücherregalen,
der Nachthimmel.
Wo du auch hinsiehst: Ich bin da."
~Carl (Seite 364)





Kommentare:

  1. Hört sich interessant an, nicht zu schwer.

    LG
    Alex

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  2. Kannte ich vorher noch gar nicht und muss ich mir echt noch mal genauer ansehen :)

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  3. Hei! :)
    Ich finde es auch schwer, in eine Geschichte reinzukommen, wenn ich mich nicht mit den Hauptcharakteren warm werde, aber ich finde die Idee von der Geschichte sehr schön, schade dass die Tiefe etwas fehlt.

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  4. Hallo Anna,

    von Rowan Coleman hab ich bisher nur "Einfach unvergesslich" und "Wolken wegschieben" gelesen.
    Ersteres fand ich wirklich sehr gut, letzteres weniger. Deswegen wollte ich bei Zeiten Zwanzig Zeilen Liebe lesen, einfach mal um zu sehen, wohin das Pendel letztendlich ausschlägt. Ich hoffe natürlich, dass es mir noch ein wenig besser gefällt. Aber wenn meine Meinung ähnlich deiner ausfällt, ist das ja auch nicht schlimm.

    Liebe Grüße
    Rebecca von Goldblatt

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    1. Für mich wars einfach ein dauerndes hin und her. Und die Briefe die immer zwischen den Kapiteln sind verwirren einen total, da sie kaum was mit der Geschichte zu tun hat...

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