29. Oktober 201600:14

Die Ungehörigkeit des Glücks - Jenny Downham

Titel: Die Ungehörigkeit des Glücks
Autor/in: Jenny Downham
Seitenanzahl: 480
Verlag: C.Bertelsmann

Das Leben der 17jährigen Katie nimmt eine dramatische Wendung, als ein Anruf ankündigt, dass ihre Großmutter Mary bei ihr zu Hause einziehen wird. Ihre Mutter Caroline hat dem widerwillig zugestimmt, denn sie hatte seit vielen Jahren keinen Kontakt zu Mary. 
Katie muss mit der fremden Großmutter das Zimmer teilen. Und sie fängt an, sich für Marys Geschichte zu interessieren. Katie will dem Familiengeheimnis auf die Spur kommen. Das ist nicht einfach, weil Mary immer öfter große Aussetzer hat. Doch Katie erkennt verblüffende Ähnlichkeiten zwischen sich und Mary: beide haben eine ungehörige Vorstellung von Glück...


Dieses Buch ist sehr gelungen. Es ist andersartig in vielerlei Dingen, spricht Themen an über die viele Menschen schweigen oder die damit nicht umgehen können. Zum Beispiel: Demenz.
Demenz ist eine ernstzunehmende und für alle Beteiligten schwierige Krankheit. In der Geschichte wird jedoch schön beschrieben wie man trotz der Krankheit und einem alten Familiendrama wieder zueinander finden kann.
Wie viel ein kleiner Schritt in die Richtung eines Menschen bewirken kann und wie stark manche Bindungen sind.
Der Schreibstil ist flüssig, die Kapitel sind schön untergegliedert und nicht zu lang. Die Einschübe der Erinnerungen, die Mary hat, sind thematisch und inhaltlich passend hineingefügt. So kann man genau nachvollziehen, was damals passiert ist oder Marys Gefühle bezüglich bestimmter Situationen. 
Zu den Protagonisten: Mary, Caroline und Katie.
Mary (Großmutter) ist einfach ein wundervoller, belebender und großartiger Charakter, der sich von der ersten Seite in mein Herz geschlichen hat.
Caroline (Mutter) hingegen war mir anfangs unsympathisch, sie ist zu ordentlich, hektisch und kalt. Im Laufe der Geschichte erfährt man aber die Gründe, warum sie so gefühlskalt ist.
Katie (Tochter von Caroline) ist fleißig, passt sich vielem an und kümmert sich um ihre Familie. Durch ihre Großmutter Mary, fängt sie an zu leben; sie durchlebt Veränderungen die ihr helfen sich selbst zu finden, sich zu akzeptieren und sich einzugestehen wer sie ist bzw. wer sie sein möchte.


Jenny Downham zeigt sehr schön, wie wichtig Liebe, Familie und Zusammenhalt ist. Sowohl für die Genesung als auch für den Umgang mit Krankheiten, mit eigenen Gefühlen und Neigungen.
Das Buch ist sehr schön zu lesen und ist auf jeden Fall weiterzuempfehlen!




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