30. Oktober 201600:35

Das Leuchten meiner Welt - Sophia Khan

Titel: Das Leuchten meiner Welt
Autor/in: Sophia Khan
Seitenanzahl: 480
Verlag: Diana

Irenies Kindheit endet an dem Tag, an dem sie nach Hause kommt und ihre Mutter Yasmeen nicht mehr da ist. Der Vater erklärt nichts, weicht allen Fragen aus. Fünf Jahre vergehen bis Irenie eine Kiste mit Briefen findet und dem Geheimnis ihrer Mutter näher kommt.
Auf der Spur einer verbotenen Liebe reist sie von Amerika bis nach Pakistan, voller Hoffnung, in diesem Sommer Yasmeens Verschwinden endlich zu verstehen.

Dieses Buch ist unendlich feinfühlig und gefühlvoll geschrieben. Die Geschichte ist geprägt von Trauer, Schuldgefühlen, Missverständnissen, Geheimnissen und natürlich die Liebe der unterschiedlichsten Art. 
Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass es für die Autorin sehr schwer war, sich in beiden Personen (Irenie und James) hineinzuversetzen um deren Gefühle und Gedanken so präzise und realistisch darzustellen. Zugleich werden zudem die Unterschiede der verschiedenen Kulturen (Amerika und Pakistan) einleuchtend beschrieben.
Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Irenie und ihrem Vater James erzählt.
Während die Autorin bei Irenie die Ich-Erzählung gewählt hat, verwendet sie bei James die neutrale Erzählform.
Diese Zweigleisigkeit verleiht der Geschichte viel Tiefgang und gibt dem Leser die Möglichkeit ein Wechselbad der Gefühle zu durchleben. Ebenso wie der Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit.
Sophia Khan hat es geschafft in diesem Buch die Geschehnisse sowohl bildlich als auch explizit zu beschreiben so, dass der Leser sich mitten in die Geschichte hineinversetzt fühlt.
Die Charaktere sind in ihrem Verhalten sehr unterschiedlich und wirken auf diese Art und Weise sehr authentisch und echt.

Das Buch lässt mich mit einem wirklich sehr bewegten Gefühl zurück. Ich muss ganz ehrlich zugeben, dass mich diese Tragik sehr berührt und traurig gemacht hat.
In diesem Buch erkennt man, wie wichtig das Reden und das Sprechen über die eigenen Gefühle und der, der anderen Familienmitglieder ist. 





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