19. September 201609:42

Der Wahnsinn den man Liebe nennt - Clara Römer


Titel: Der Wahnsinn den man Liebe nennt
Autor/in: Clara Römer
Seitenanzahl: 319
Verlag: Diana


Eine Geschichte, wie sie dir morgen passieren kann, auch wenn du heute noch nichts ahnst...
Alles beginnt mit der Lieferung eines Kühlschranks. Susa Bergmann ist überrascht, als der Spediteur ihr mitteilt, dass ihr Mann Wolf der Auftraggeber ist, aber eine andere Adresse angegeben hat. Ein Irrtum? 
Leider nicht, denn dort wohnt eine junge Frau mit einer Tochter, die Wolf wie aus dem Gesicht geschnitten ist. Plötzlich fällt Susas Leben zusammen wie ein Kartenhaus. Auf Tränen folgt Wut und dann das Licht am Ende des Tunnels...

Clara Römers Stil passt einfach zu dieser Geschichte. Leicht, mit Gefühl und kleinen Überraschungen. Dabei hat sie eine Art zu schreiben, die klingt als würde die Protagonistin Susa neben dir sitzen und sich alles vom Herzen reden. Einfach normal. Neben der Geschichte von Susa gibt es auch noch kurze Nebenstories, die den Hauptfaden zwar nicht überlagern, ihn aber gejonnt ausschmücken und so dem Buch noch eine hintergründige Spannung gibt.
Als Leser merkt man gleich, dass Susa nicht unbedingt der Typ Mensch ist, welcher sich durchbeißen mag. Nach der Trennung muss Susa erst einmal wieder lernen sich selbst zu sein. Auf eigenen Füßen zu stehen. Das ist erschreckend realistisch beschrieben und zeigt, wie jemand unter solch einen dominanten Partner leiden kann, wenn Grenzen nicht respektiert werden.
Die umliegenden Nebencharaktere passen auch perfekt in die Geschichte, sie bringen Leben rein und wirken einfach trotz ihrer kurzen Momente sehr lebendig.
Ein Roman mit diesem Thema muss nicht nur fesselnd sein, er muss auch etwas enthalten, was einen an die Seiten bindet. 
Eine Spannung, die über das Drama hinausgeht und einem eben nicht das Gefühl gibt, man wisse ja schon wie es ausgehen wird. Natürlich gibt es diese kleine Dinge die man einfach weiß, aber es muss trotzdem fesseln.
Und genau das schafft dieser Roman spielend, sodass ich nicht einmal zwei Tage gebraucht habe um es durchzulesen. 
Es sind diese Nebengeschichten, die zusammen mit Susas Leben so wunderbar harmonieren. 
Eine schöne Geschichte für zwischendurch!   




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